Parzellenversuche:

Versuchsanlage Altmark-Nord, Gemarkung Lindenberg und Altmark Süd Gemarkung Angern

Zielsetzung:

Ziel ist die Entwicklung von Fruchtfolgen für den ökologischen Landbau, auf leichten und schwereren Böden. Das Ertragspotential des Bodens soll langfristig gesichert werden, angestrebt werden dabei Erträge, die 80-85% des konventionellen Anbaus entsprechen.

Die Versuchsreihe ist bis 2008 vorgesehen und wird vom Regionen Aktiv Wettbewerb unterstützt.

Wir erarbeiten durchgehende technische und pflanzenbauliche Lösungen von der Aussaat bis zur Ernte.

Versuchsanlage:

Bei der Gestaltung der Fruchtfolge Maßnahme wurden die Regelungen zur Fruchtartendiversifizierung für den ökologischen Landbau berücksichtigt. D.h. es werden mindestens 5 verschiedene Hauptfruchtarten angebaut; der antei jeder Hauptfrucht liegt zwischen 10 und 30%; der getreideanteil beträgt max. 66% ( siehe RDErl. des MLU vom 15.04.2003: Richtlinen zur Förderung einer markt- und standortangepassten Landbewirtschaftung)

Das Ziel des Versuches soll unter verschiedenen Standortbedingungen und mit verschiedenen Maßnahmen erreicht werden. Im folgenden eine Übersicht über die Standorte und die Fruchtfolge.

Jeder Standort hat ca. 6ha Versuchsfläche:

Standort nördliche Altmark (Lindenberg) bis 2008 Standort südliche Altmark (Angern) 2003-2006
  • 27 Bodenpunkte
  • Bodenart: Sand
  • 450mm Ø Jahresniederschlag
  • 60 Bodenpunkte
  • Bodenart: sandiger Lehm/ lehmiger Sand
  • 550mm Ø Jahresniederschlag
  • Parzellenzahl: 12
  • Parzellengröße: ca. 0,5 ha
  • Grundwasserentfernung : 2,00-2,50 m
  • Vorfrucht: Winterroggen
  • Verunkrautung: gering

  • Parzellenzahl: 12
  • Parzellengröße: ca. 0,5 ha
  • Grundwasserentfernung : 2,00-2,50 m
  • Vorfrucht: Stilllegung
  • Verunkrautung: sehr hoch (Totalverkrautung mit Quecken und Disteln)

 

  1. Lupinen
  2. Winterroggen
  3. Sommerroggen-Hafer-Gemenge
  4. Stilllegung (Serradella)
  5. Winterroggen
  6. Buchweizen/Sommergerste

 

  1. Lupinen
  2. Winterweizen
  3. Sommergerste/ Hafer
  4. Stilllegung (Kleegras)
  5. Winterweizen
  6. Winterroggen

Grundsätzlich wird in 2 Bewirtschaftungsintensitäten gearbeitet.

1. "Normale" Intensität: Entsprechend der Fruchtfolge findet eine N-Bereitstellung nur durch in Hauptfruchtstellung Leguminosen (Lupinen und Stillegung) statt.

2. "Hohe" Intensität: Zusätzlich zur N-Fixierung durch die Leguminosen in der Fruchtfolge wird die Wirkung von folgenden Maßnahmen untersucht:
  • Sommer- und Winterzwischenfrüchte (Leguminosen u. Nicht-Leguminosen)
  • Betriebseigene Dünger (Stallmist, Jauche)
  • Zukaufdünger (Vinasse)

Die Versuchsflächen werden im Laufe der Jahre 2003-2008 in Bezug auf Grundnährstoffversorgung mit Ca, K, P und Mg auf die Stufe C mit zugelassenen Düngemitteln aufgedüngt bzw. auf dem Niveau gehalten.

Zusätzlich werden auf dem Standort Angern Strategien zur Unkrautregulierung erprobt:

  • Wirkung der Fruchtfolge auf den Unkrautdruck
  • Verschiedene Intensitäten der mechanischen Unkrautregulierung
  • Reduzierung der Düngung

Auswertung:

Alle Maßnahmen werden einzeln und in Kombination, auf ihren Ertrag und Rentabilität kontrolliert.

Die Durchführung der Bewirtschaftung und Ernte erfolgt mit praxisüblicher Technik. Auf kleindimensionierte Technik, wie sie im Versuchswesen üblich ist, wurde bewusst verzichtet, um praxistaugliche Ergebnisse zu ermitteln.

Ergebnisse:

Auf den Standorten Lindenberg und Angern konnten im ersten Versuchsjahr bereits eindeutige Unterschiede zwischen den verschiedenen Maßnahmen gefunden werden.

Detaillierte Informationen werden auf Veranstaltungen bzw. Feldbesichtigungen im Herbst 2004 und Frühjahr 2005 bekannt gegeben.

Versuchsanlage Lindenberg
Düngungsversuch: Sommergerste/ Buchweizen (Frühjahr 04)

Buchweizen nach Winterzwischenfrucht.

Versuchsparzellen mit verschiedenem Düngungsniveau bei Winterroggen.

Versuchsparzellen mit verschiedenem Düngungsniveau bei Winterroggen.

Versuchsanlage Angern

Breiter Reihenabstand (24cm) in Winterweizen mit starkem Unkrautbesatz.

Dieses Projekt ist möglich durch die Unterstützung des Regionen Aktiv Wettbewerbes:

Die Altmark...mittendrin

Versuchsauswertung - V. Anlage Lindenberg (2003-2004)

Versuchsauswertung - V. Anlage Lindenberg (2005-2006)

Abschlussbericht: Projekt Region Aktiv